Folgen des Rauchens lindern – Eine gesunde Ernährung hilft

Folgen des Rauchens lindern – Eine gesunde Ernährung hilft

Sie sind Raucher oder möchten Nichtraucher werden? In beiden Fällen geht es allein nicht nur um die Zigaretten, sondern auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Das Rauchen ihre Ernährung und die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen beeinflusst, haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Aber wussten Sie, dass Sie ihr Rauchverhalten mit ihrer Nahrungsaufnahme beeinflussen können?

Jedes Kind weiß, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Die Atemwege und die Lunge werden beschädigt, das Herz-Kreislauf-System leidet und die Haut verändert sich. Von diesen negativen Einflüssen hat bestimmt jeder schon einmal gehört.

Dennoch ist Rauchen eine Sucht, mit der nicht jeder aufhören kann. Die Risiken können Sie nicht abstellen, aber auf die Höhe des Risikos können Sie Einfluss nehmen. Nur weil Sie ein Problem mit dem Rauchen haben, müssen Sie eine gesundheitliche vorsorge ja nicht vernachlässigen z.B. durch eine ausgewogene Ernährung.

Rauchen verbraucht bzw. zerstört viele Vitalstoffe, weshalb ein Raucher einen größeren Nährstoffbedarf hat als ein Nichtraucher. Wer seinem Körper also möglichst viele Nährstoffe zuführen möchte, erreicht dies zum größten Teil über Obst und Gemüse. Bevorzugt sind frische Produkte aus der Region und möglichst häufig roh. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt wird durch lange Transportwege oder Lagerung deutlich reduziert. Auch verarbeitete Lebensmittel haben einen geringeren Anteil, sowie ein großer Teil beim Erhitzen, Wässern oder Schälen reduziert wird.

Der Verzehr von hochwertigen Ölen, wie Oliven-, Raps-, Walnuss-, Sesam- oder Sojaöl, ist für die Versorgung mit Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren von Bedeutung. Sie haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Oft verursacht Rauchen eine Verschleimung in den Bronchien. Viel trinken schafft Linderung, wobei Milchprodukte eine solche Verschleimung verschlimmern können. Der Konsum sollte daher eingeschränkt oder gemieden werden. Milchprodukte liefern ebenfalls wichtige Nährstoffe, daher muss die Versorgung dieser Nährstoffe über andere Quellen sichergestellt werden. Besonders ist hier auf die Versorgung mit Calcium zu achten. Als alternative Quellen können Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Datteln, grünes Blattgemüse, Lauch, Erbsen und Karotten dienen.

Achten Sie auch auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Gefördert wird dieser, indem Sie Fleisch nur in geringen Mengen verzehren, Weißmehl und raffinierten Zucker meiden und öfter mal Fisch essen.

Behalten Sie ihre Blutfett- und Cholesterinwerte durch regelmäßige Arztbesuche im Auge. Die Erhöhung dieser Werte ist ein großer Nachteil des Rauchens, die langfristig fatale Folgen im Herz-Kreislaufsystem haben.

Fazit

Ernähren Sie sich vielseitig und gesund. An erster Stelle Obst und Gemüse, aber auch Fisch, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und in geringen Mengen Fleisch, Milchprodukte, Eier und hochwertige Fette. Ebenfalls liefern Kräuter und Gewürze wichtige Nährstoffe. Um seinen Körper gesundheitlich zu unterstützen, ist eine gesunde Ernährung immer ein guter Weg, egal ob Raucher oder Nichtraucher.

Wie groß das Defizit von Nährstoffen durch Zigarettenkonsum wird, ist unter anderem davon abhängig, wie lange Sie schon rauchen und wie alt Sie sind. Ältere Menschen, egal ob Raucher oder Nichtraucher, können Nährstoffe grundsätzlich schlechter verwerten, aber je länger Sie rauchen, desto größer wird das Defizit. Es ist also nie zu spät aufzuhören.

Und was ist, wenn ich aufhöre?

Man braucht sicherlich niemanden davon zu überzeugen, dass das Einstellen von Rauchen vor allem gesundheitliche Vorteile hat. Viele fürchten dann aber eine Gewichtszunahme und wollen diese meiden. Wenn Sie aber verstehen, warum es zu einer Gewichtszunahme kommt, ist es leichter sie zu verhindern.

  • Ihre Geschmacks- und Geruchsnerven werden durchs Rauchen betäubt. Hören Sie auf zu rauchen, erholen sich diese wieder und Sie können sich darauf einstellen, dass Hunger und Appetit sich deutlich bemerkbar machen, bedeutet, Sie haben das Bedürfnis öfter etwas zu essen.
  • Ihr Stoffwechsel stellt sich um, was einen täglichen geringeren Kalorienverbrauch zur Folge hat.
  • Achten Sie besonders darauf, dass Sie nicht mehr Essen als vorher und nicht vermehrt zu fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln greifen. Sie sollten sich Zeit beim Essen nehmen und für Geschmacksvielfalt durch Abwechslung sorgen. Mit Genuss isst man häufig weniger und gesünder als in Eile.
  • Obst, Gemüse und Milchprodukte machen den Geschmack von Zigaretten unangenehmer. Sich gesund zu ernähren hilft also auch, nicht rückfällig zu werden.
  • Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich, am besten kalorienarme Getränke, wie Mineralwasser oder Fruchtschorlen. Ihr Körper wird entschlackt und das Hungergefühl gedämpft.
  • Verzichten Sie in der Anfangsphase des Rauchstopps auf Alkohol. Dadurch machen Sie sich den Ausstieg leichter und verringern das Risiko einer Gewichtszunahme, denn Alkohol ist nicht nur sehr kalorienhaltig, sondern erhöht auch die Lust auf Zigaretten.

Aber mal ganz ehrlich: Ein paar Kilo mehr auf der Waage sind definitiv gesünder, als Zigaretten. Lassen Sie sich deshalb nicht von einer Gewichtszunahme entmutigen, mit dem Rauchen aufzuhören.

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