Hyaluron ist eine körpereigene Substanz, die sowohl in den Zellen als auch in den Zellzwischenräumen vorkommt und gehört vom chemischen Aufbau zu den Polysacchariden (zuckerähnliche Verbindungen; auch Vielfachzucker genannt). Die Hyaluronsäure ist eine wertvolle Haupteigenschaft für Menschen, Tiere und Pflanzen, denn ihre Fähigkeit ist es, Wasser zu binden.

Hyaluronsäure wird von spezifischen Proteinen in der Zellmembran gebildet und befindet sich hauptsächlich im Bindegewebe, in Knochen, Knorpeln, Gelenkflüssigkeiten und im Glaskörper des Auges. Die größte Menge an Hyaluronsäure enthält die Haut (über 50%), welches das Bindegewebe und die Haut mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt.

In den letzten Jahren hat Hyaluronsäure vor allem in der Kosmetik zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wie bereits erwähnt, kommt Hyaluron überwiegend in der Haut vor, die dadurch kontinuierlich und bis in die tieferen Schichten mit Feuchtigkeit versorgt wird. Lediglich ein Gramm Hyaluron kann 6 Liter Wasser binden, wodurch wahre Feuchtigkeitsdepots entstehen und für eine erhöhte Gewebespannung und Minderung der Faltentiefe sorgen. Diese Wasserpolster wirken zudem wie ein Schutzschild: Sie halten Umwelteingriffe, UV-Strahlungen und freie Radikale von den Zellen fern und verbessern gleichzeitig den Transport zwischen den Zellen.

Wenn die körpereigene Produktion von Hyaluron abnimmt, so kann die Haut an Spannkraft und Elastizität verlieren. Normalerweise dient die Hyaluronsäure als Füllstoff zwischen den einzelnen Hautzellen, doch wird der Füllstoff weniger, sorgt dies unweigerlich für einen Volumenverlust der Lederhaut. Diese schrumpft und macht den Weg frei für Falten auf der Haut.

Mit der Zufuhr von Hyaluron werden die Feuchtigkeitsspeicher erneut aktiviert und eine aufquellende Wirkung der Zellen entsteht. Das Ergebnis ist glatteres und jüngeres Hautbild. Um ein konstantes Niveau der Haut zu bewahren, sollte Hyaluron, aufgrund der relativ geringen Halbwertzeit, immer wieder zugeführt werden.