Piperin ist der wichtigste Bestandteil von Pfeffer und für dessen Schärfe verantwortlich. Da dem Alkaloid unter anderem positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden, wird Piperin in der traditionellen Medizin nahezu aller Kulturkreise als Heilmittel eingesetzt.

Heutzutage wird Piperin oftmals Nahrungsergänzungsmitteln beigesetzt wie z-B. Curcuma-Kapseln. Da Curcumin nur eine geringe Bioverfügbarkeit hat und nicht stark im Organismus wirkt, da es nicht vollständig in den Blutkreislauf gelangt, wird den Kapseln Piperin beigesetzt, damit unser Körper mehr über den Darm resorbieren kann. Dieses Verfahren nennt man auch Bioenhancer – eine Substanz, die die Aufnahme und Verfügbarkeit anderer Wirkstoffe im Körper steigert.

Zu den wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Effekten von Piperin zählen:

  • Piperin schützt unseren Körper vor freien Radikalen aus der Umwelt, die unsere Zellen schädigen können, da es antioxidativ wirkt.
  • Piperin wirkt entzündungshemmend.
  • Piperin befindet sich oftmals in Nahrungsergänzungsmitteln, da es die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe verbessert.
  • Piperin verbessert gleichzeitig die Aufnahme vieler Vitamine und wichtiger Aminosäuren.
  • Piperin verhindert zudem, dass bestimmte andere Wirkstoffe wie etwa Medikamente einen Teil ihrer Wirkung in der Leber verlieren.

Typischerweise liegt der Piperingehallt von Pfeffer zwischen 2 und 7,4 Prozent. Von schwarzem Pfeffer ist der Piperingehalt oftmals etwas höher als von weißem Pfeffer. Dies könnte damit zusammenhängen, dass schwarzer Pfeffer nicht geschält wird. Piperin findet sich neben den beiden traditionellen Pfeffersorten auch in Stangenpfeffer, der im Geschmack dem schwarzen Pfeffer ähnelt.